Mai 142011
 

BadEin fast unspektakulärer Tag, aber eben nur fast.

Die sanitäre Situation spitzte sich langsam zu – schon von Haus aus eine größere Zumutung (ein Klo für die Damen, zwei Klos für die Herren (insgesamt waren wir ca. 300 Menschen an Bord – die Rechnung sollte einfach sein) –  sorgte eine überproportionale Nutzung nicht gerade dafür, dass sich die Situation entspannte.

Es muß einmal gesagt werden, dass die Crew tatsächlich tat, was sie konnte – es hätte noch deutlich schlimmer sein können. Auch die von der Crew in einer Winzlingsküche – wir haben sie gesehen! – gekochten Mahlzeiten waren ok – auch wenn die Tageszeiten irgendwie nicht recht zur Mahlzeit passen wollten – zum Frühstück weiße Bohnensuppe. Auch hier ergaben sich philosophische Betrachtungen über die Auswirkungen von Mahlzeiten auf sanitäre Situationen. Nach einem langen, langweiligen Tag sahen wir gegen Abend die ersten Lichter von Zypern und warteten gespannt auf Handy-Empfang, schließlich wusste ja in der Heimat noch niemand von unserer Rückfahrt nach Mersin. Gegen 21:30 Uhr konnten wir dann die ersten SMS verschicken und Telefonate führen und erfuhren, dass zu Hause alle Bescheid wussten, da zwei Teams mit GPS Tracker dafür gesorgt hatten,  dass unsere Position fast permanent übers Internet sichtbar war.

Der Tauschhandel florierte – die letzten Leckereien, die eigentlich als Spende für Kinder in Jordanien und auf dem Weg dahin gedacht waren, wurden getauscht. Gummibärchen gegen Schafskäse mit Tomate, Vomex gegen Bier – es gab einfach Bedarf für alles. Die Stimmung war gut – die eine Nacht kriegen wir dann auch noch rum.

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